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Ewald Frank

30. 4. 1989, 14:00, Zürich, Schweiz

Thema: Wir haben nicht teiloffenbarungen oder teilwahrheiten bekommen, sondern die volle Offenbahrung und die volle Wahrheit des Wortes Gottes!

ausgestrahlt am 28. 12. 2025

Ich möchte vor dem Gebet aus Epheser, dem sechsten Kapitel von Vers 14 lesen. Epheser, Kapitel 6 von Vers 14. Darf ich bitten, dass wir dazu aufstehen?

(14) So stehet also da, an den Hüften gegürtet mit Wahrheit, angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit,

(15) an den Füßen beschuht mit der Bereitschaft, die Heilsbotschaft des Friedens zu verkünden!

(16) Zu dem allem ergreift noch den Großschild des Glaubens, mit dem ihr alle Brandgeschosse des Bösen zum Verlöschen werdet bringen können.

(17) Nehmet auch den Helm des Heils an euch und das Schwert des Geistes, nämlich das Wort Gottes.

(18) Betet allezeit im Geist mit Bitten und Flehen jeder Art, und seid zu diesem Zweck wachsam mit aller Beharrlichkeit und unter Fürbitte für alle Heiligen,

(19) auch für mich, dass mir, sooft ich den Mund auftue, das Wort gegeben werde, um freimütig das Geheimnis der Heilsbotschaft zu verkündigen,

Soweit Gottes Wort. Lasst uns beten.

Himmlischer Vater, in tiefer Ehrfurcht vor dir, vor deiner Heiligkeit, vor deiner Majestät, vor deinem Wort beugen wir uns in den Staub.

Wir schauen auf zu dir, dem lebendigen Gott, der uns gerufen, der uns erlöst, der uns begnadigt und uns zu seinem Eigentumsvolk gemacht hat.

Guter Hirte, wir danken dir, dass du dein Leben für die Schafe dahin gegeben hast.

Heute sind wir hier, um von dir auf grüne Weide und zum frischen Wasser geführt zu werden. Allmächtiger Gott, speise uns mit deinem Wort, tränke uns mit deinem Geist, gib Erfrischung, gib Neubelebung, gedenke unser.

Geliebter Herr, wir möchten dich in Liebe und im Glauben an den Bund erinnern, den du mit uns geschlossen hast auf Golgatha.

Gedenke, dass wir nicht irgendjemand sind, sondern das Volk des neuen Bundes, dein Eigentumsvolk, um des Willen du gekommen bist und dein Leben gelassen hast, dein Blut vergossen hast – um uns zu erlösen.

Geliebter Herr, wir erinnern dich an deine Verheißungen, die du gegeben hast, allgemein und für diese Tage.

Großer Gott im Himmel, lass dir dein Werk am Herzen liegen. Erhebe du dich auf deinem heiligen Thron und strecke du selbst deine Rechte aus, die den Sieg ewig behält. Richte uns auf, rette die Verlorenen, löse die Gebundenen und segne uns aus dem Reichtum deiner Gnade.

Wir bitten dich um deinen Segen, um die Leitung deines heiligen Geistes.

Und wie dein Knecht Paulus bat, dass ihm das Wort gegeben werde, das er zu bringen hat, so bitte ich dich von Herzen: Schenke uns jetzt das Wort, die Bibelstellen, die du uns geben möchtest. Möge für jeden etwas dabei sein, für alle Neuhinzugekommenen oder Neuhinzukommenden – und für alle. 

Geliebter Herr, du bist ein großer Gott und wir dürfen dein Volk sein. Vergib uns all unsere Schuld; möge jetzt dein Blut für uns sprechen.

O Gott, schenk uns heute eine Versammlung mit dir in deiner Gegenwart. Schenk uns die Verbindung mit dir durch dein Wort und durch deinen Geist.

Treuer Herr, alles befehlen wir dir an und bitten dich: Sei uns gnädig und sei mit uns, in Jesu heiligem Namen.

Amen. Amen.

Ihr mögt euch setzen.

Sicher könnten wir noch eine Anzahl Chorusse singen – und sie sind auch immer erbaulich und gereichen uns allen zum Segen.

Aber die Zeit, die wir hier haben, ist ja so kurz bemessen und wir wollen sie dazu nutzen, um das Wort Christi reichlich unter uns wohnen zu lassen, denn so steht es ja geschrieben: "Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen." [Kol 3:16]

Und aus Gnaden dürfen wir bezeugen, dass uns Gottes Wort kein toter, unbekannter Buchstabe ist, sondern lebendig bekanntgemachte Offenbarung Gottes durch den heiligen Geist. Das merkt man immer am meisten, wenn man mit Menschen zusammenkommt, die es eben noch nie gehört, noch nie gesehen haben.

Wir haben erkannt, dass alle Dinge ihr Ende nehmen werden, aber Gottes Wort bleibt in Ewigkeit. Und alle, die Gottes Wort in sich aufgenommen hatten, bleiben mit dem Worte in Ewigkeit, weil sie ein Teil des Wortes geworden sind.

Der Bruder aus Syrien, mit dem war ich auch wieder zusammen, der hat die erste Broschüre übersetzt und jetzt werden die Sachen auch in der arabischen Sprache gedruckt. Er gab mir Adressen aus Jordanien, aus Ägypten, ich habe in den Ländern schon gepredigt, aber immer wieder Menschen getroffen, die einfach einen völligen Hass auf das Volk Israel hatten. Und ich kann mit Menschen, die das Volk Gottes nicht lieben, keine gemeinsame Sache machen. Für mich bleibt der Respekt vor der göttlichen Entscheidung an erster Stelle. 

Gott hat Abraham, Isaak und Jakob erwählt, Gott hat das Volk Israel erwählt und so sind wir sehr, sehr dankbar, dass wir auch da keine Kompromisse machen – ich kann es einfach nicht. Ich kann taktvoll bleiben, kann ein bisschen Diplomatie verwenden, wenn es am Platze ist, aber keine Kompromisse schließen aufgrund [oder: auf Kosten] der Wahrheit.

Das geht nicht, denn wenn wir, die wir die Wahrheit erkannt hatten, sie nicht verkündigen, wer soll sie dann verkündigen?

Bruder Branham hat einmal die Predigt gehalten: "Satans Eden." Und der Satan hat es fertiggebracht, die Menschheit aber so irre zu führen, in frömmster Art und Weise, dass es einem wirklich übel dabei werden kann.

Was vor einigen Tagen in den Zeitungen, in der Presse, zu lesen war von dem, was in Wien geschah, hat manche erschüttert. Was aber nicht an die Öffentlichkeit gedrungen ist, dass eben eine ganze Anzahl an solchen Sitzungen teilgenommen hat und dort ihre Inspiration bekommen und anschließend gehandelt haben.

Es geht so vieles – so vieles – vor sich, dass einem wirklich, wie ich eben schon sagte, nicht mehr ganz wohl dabei zumute sein kann. Und dennoch wissen wir, dass es am Ende der Tage schlimm werden sollte und dass Menschen eben in eine Lage versetzt werden – nicht mehr glauben können.

Und wer nicht dem Glauben zuspricht, der muss dem Unglauben zusprechen. Der wird ein Opfer des Unglaubens.

Ich möchte mich mit den Dingen nicht weiter befassen. Sie bewegen mich sehr, weil wir wissen, dass die Zeit dem Ende zugeht und dass der Herr alle Feinde zum Schemel seiner Füße legen wird. Und dass wirklich alles, was sich gegen ihn gestellt hat, vor ihm erniedrigt werden wird, dass sich alle Knie beugen werden und jede Zunge bekennen wird, dass Jesus Christus der Herr ist. [Phil 2:11]

Wir – und ich habe das Wort mit Absicht gelesen aus Epheser 6 – sind nicht in einen Kampf gestellt, der mit Fleisch und Blut ausgefochten wird. [Eph 6:12] Wir sind in einen geistlichen Kampf gestellt worden und wir müssen das Feld behaupten.

Und ich sage euch, um noch kurz diesen einen Gedanken auszuführen: Es waren jetzt am letzten Freitag genau acht Tage her, da war der höchste Mann der jüdischen Synagoge aus Düsseldorf bei uns im Missionszentrum. Und ich dachte, ich könnte mit dem Mann über den Glauben sprechen. Und dann sagt er plötzlich: "Ich möchte Ihnen sagen, dass ich zur Loge gehöre."

Und dann hat mich schon wieder ein Schlag getroffen und als ich weiterlas, dass der höchste katholische Ordensträger in Paris ein Jude ist, der zum Katholizismus übertrat, dann ging es mir wirklich schlecht den Rücken runter.

Es ist eine solche Mischung im Moment, wie sie noch nie da war. Alles wird so miteinander vermischt – kein Mensch kennt sich mehr aus, und alles wird in den Irrtum hinein verführt.

Aber es gibt eine Gemeinde des lebendigen Gottes, eine bluterkaufte Schaar, die aus dem Reich der Finsternis in das Reich des Lichtes hineingestellt wurde. [Kol 1:12-13] Und dazu dürfen wir aus Gnaden gehören.

Mögen alle anderen ihre Aufgaben erfüllen, wir wollen Sorge dafür tragen, dass wir die Aufgaben, die Gott uns gestellt hat, wirklich aus Gnaden mit seiner Hilfe erfüllen können.

Ich möchte kurz auf Epheser 6 eingehen, auf den Vers 15:

(15) an den Füßen beschuht mit der Bereitschaft, die Heilsbotschaft des Friedens zu verkünden!

Da, wo Frieden gestiftet wird, muss Versöhnung vorliegen, wo Versöhnung vorliegt, muss Vergebung geschehen. Die Botschaft vom Kreuz, die Botschaft der Erlösung, ist eine Botschaft der Vergebung, der Versöhnung und des Friedens. Ehe wir singen können: "Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt", muss Vergebung und Versöhnung stattgefunden haben. Und erst dann durchdringt uns der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft der Menschen. [Phil 4:7]

Wenn wir als mit Gott Versöhnte, als Menschen, die zur Heilsgewissheit durchgedrungen sind, die Zeugnis durch den Geist Gottes empfangen haben, Gotteskind geworden zu sein, vor den Gnadenthron kommen, dann müssen wir wissen, dass wir den Zugang haben.

Der Vorhang zerriss, der Weg ist frei. Wir stehen nicht draußen und klopfen an, wir sind nicht Fernstehende, wir sind Nahestehende geworden, mit Gott Versöhnte, Vergebung empfangen und der Friede Gottes durchdringt unsere Herzen.

Dann geht es weiter:

(16) Zu dem allem ergreift noch den Großschild des Glaubens…

Ihr Lieben, wir müssen einfach unseren Glauben in die Verheißungen Gottes verankern, und – wie Abraham – auf das Unsichtbare, das Gott verheißen hat, schon schauen, als sehen wir es vor unseren Augen [Heb 11:27] – und dann wird es uns aus Gnaden zuteilwerden.

(17) Nehmet auch den Helm des Heils an euch und das Schwert des Geistes, nämlich das Wort Gottes.

Ich weiß nicht, wie es euch ergeht, aber mir wird Gottes Wort immer kostbarer. Und speziell, wenn ich mich hinsetze und schreibe und meine, das Thema berührt zu haben; wenn ich es dann nochmals lese, dann sage ich zu mir selbst: Du hast ja noch gar nicht begonnen, du hast es ja eben erst berührt – geschweige ausgeführt.

Der Heilsplan unseres Gottes ist so hoch, so tief, so weit und breit. Die Gedanken Gottes sind so gewaltig. Was sagt der Psalmist?

"Ihre Zahl ist unzählbar." [Ps 40:6]  

Es genügt uns, wenn wir wissen, dass Gott mit uns Gedanken der Liebe und des Friedens hat. [Jer 29:11]

Es genügt uns, wenn wir wissen, dass Gott uns den Heilsratschluss, so weit er benötigt wird, offenbart hat, um nicht nur gläubig zu werden, sondern die zeitliche Entwicklung zu beobachten – zu erkennen – sie im Lichte des prophetischen Wortes zu sehen.

Danach Vers 18: [Eph 6:18]

(18) Betet allezeit im Geist mit Bitten und Flehen jeder Art, und seid zu diesem Zweck wachsam mit aller Beharrlichkeit und unter Fürbitte für alle Heiligen,

Ich glaube, die nächste Predigt – falls sie nicht schon raus ist – von Bruder Branham, hat den Titel "Beharrlichkeit". Man muss beharrlich werden, einfach beständig durchhalten, ausharren, denn Gott hält, was er verspricht. Wie der Prophet im Alten Testament schreibt: "Und wenn die Weissagung auf sich warten lässt, so harre ihre, denn sie trifft gewiss ein." [Hab 2:3]

" … denn sie trifft gewiss ein." – nichts ist gewisser als Gottes Wort.

Es ist wirklich so: Himmel und Erde werden vergehen, aber Gottes Wort bleibt in Ewigkeit. [Mt 24:35] Und deshalb werde auch ich ruhig im Herrn, obwohl ich manchmal auch den Ansatz habe und ihm sagen möchte: Wann wird es nun geschehen, wann ist es soweit?

Aber dann werde ich inne und sage: "Herr, du wirst tun – wie bis jetzt – was dir gefällt, wann es dir gefällt, ich stehe zu deiner Verfügung." Nicht wir sagen dem Herrn, was er tun soll, wir müssen bereit sein, ihm zur Verfügung zu stehen, wenn er etwas tun möchte.

Lasst mich zu einigen Bibelstellen gehen – zu Lukas Kapitel 10. Wir wollen sie zu Herzen nehmen und zu uns reden lassen.

Lukas Kapitel 10 von Vers 18:

(18) Da antwortete er ihnen: »Ich habe den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel herabgestürzt gesehen.

(19) Ihr wisst: ich habe euch die Macht verliehen, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und Macht über das ganze Heer des Widersachers, und keinen Schaden wird er euch irgendwie zufügen können.

Ich lese dieses Wort mit der Absicht, dass sich keiner zu fürchten braucht. Der Satan kann die ganze Erde auf den Kopf stellen, du brauchst dich nicht zu fürchten. Jesus Christus hat Satan und die Mächte der Finsternis besiegt und überwunden. Und Johannes schreibt: "Der in euch ist, ist stärker als der, der in der Welt ist." [1Jo 4:4]

Glaubt ihr das?

Wer ist der Allmächtige?

Gott allein und sonst niemand, stimmt es?

Und so müssen wir stets in unserem Glauben Gott die Ehre geben. Ja, nicht von der Macht Satans reden – er kann tun, was er will, das interessiert mich nicht – oder nur am Rande – um die Dinge zu durchschauen.

Gott allein ist allmächtig. Und Jesus sagt hier: "Ich habe den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel herabgestürzt gesehen." [Lk 10:18]

Der ist wirklich nicht nur so "mit Hängen und Würgen" – mit großer Mühe, nach langem Ringen – der ist gepackt und hinuntergestürzt worden und damit hat es sich gehabt bis auf den heutigen Tag.

Der Sieg von Golgatha ist wirklich ein Sieg Gottes für alle Erlösten. Und wenn wir das im Glauben bezeugen und dem Herrn die Ehre geben und dem Sieger von Golgatha unseren Lobpreis darbringen, dann wird auch Satan weichen und der Sieg Gottes wird offenbar werden.

Dann geht es weiter in Vers 20:

(20) Doch nicht darüber freuet euch, dass die Geister euch gehorsam sind; freut euch vielmehr darüber, dass eure Namen im Himmel eingeschrieben stehen!«

Gelobt sei der Name des Herrn.

Gott hat wirklich alles getan, was er tun konnte; jetzt brauchen wir nur noch zu glauben. Wir haben den Zugang zu allem, was Gott uns bereitet hat – aufgrund des vollbrachten Erlösungswerks am Kreuz auf Golgatha.

Lass dir nichts mehr streitig machen, sondern sage: "Satan, weiche von mir" und gib dem Herrn die Ehre, der der alten Schlange den Kopf zertreten hat. Und, ihr Lieben, der Beweis dafür, dass wir wirklich erlöst und aus der Macht des Todes, der Hölle und Satans befreit wurden, ist doch in der Auferstehung Jesu Christi, unseres Herrn, offenbar geworden.

Wenn er nur gestorben wäre, was wäre das gewesen? Keiner von uns wüsste da Bescheid, was geworden ist oder was nicht geworden ist. Aber am dritten Tage, als unser Herr auferstand… Er war der lebendige Beweis der Erlösung, der Todes-Überwindung, der Überwindung der Hölle und des Satans; er war der Beweis in Person.

Kein anderer, er selbst hat dem Tode die Macht genommen und ist als der Sieger hervorgegangen. Da nun das, was mit ihm geschah, um unseretwillen und für uns geschah, müssen wir jetzt die Sache von oben her betrachten: Wir waren aus der Sicht Gottes in Christus.

So wie – irdisch gesprochen – die gesamte Menschheit doch schon in Adam, in der Anlage, war und nur noch eine Fortpflanzung stattgefunden hat, so sind wir aus göttlicher Sicht doch alle in Christus gewesen.

Deshalb steht in Epheser Kapitel 1 dieses herrliche Wort geschrieben, dass er uns in ihm schon vor Grundlegung der Welt erwählt hat.

Epheser Kapitel 1 Vers 4 und 5:

(4) Denn in ihm hat er uns ja schon vor der Grundlegung der Welt dazu erwählt, dass wir heilig und unsträflich vor seinem Angesicht dastehen sollten,

(5) und hat uns in Liebe durch Jesus Christus zu Söhnen, die ihm angehören sollten, vorherbestimmt nach dem Wohlgefallen seines Willens,

Halleluja!

Preis sei dem lebendigen Gott!

Erlösung wird nicht erst morgen geschehen – oder heute – Erlösung ist auf Golgatha geschehen.

Unser Herr rief aus: "Es ist vollbracht." [Joh 19:30]

Wenn wir es richtig sehen, dann haben wir es so zu sehen, dass wir mit Christus gekreuzigt, gestorben, begraben, zur Hölle hinuntergefahren und mit ihm zu einem neuen Leben auferstanden sind. [Röm 6:4]

Und dass wir durch die Gnade Gottes durch ihn in die himmlischen Örter versetzt wurden, wie es die Heilige Schrift sagt. Und dann schreibt Paulus: "Noch sehen wir nicht, dass ihm alles unterworfen ist, aber wir sehen den, dem alles unterworfen werden wird." [Hebr 2:8-9]

Wir müssen grundsätzlich unterscheiden, dass Gott seinen Heilsplan ja im Laufe der Zeit verwirklicht und nicht alles auf einen Schlag. Für jede Sache im Reiche Gottes muss die Fülle der Zeit kommen. [Gal 4:4] Als die Fülle der Zeit kam, als die Stunde Gottes schlug, handelte Gott; und so wird es auch in dieser Zeit sein.

In Vers 21 steht:

(21) In eben dieser Stunde jubelte Jesus durch den heiligen Geist mit den Worten: »Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Klugen verborgen und es Unmündigen geoffenbart hast; ja, Vater, denn so ist es dir wohlgefällig gewesen.

Nicht der gesamten Menschheit geoffenbart, sondern denen, die es annehmen würden.

Offenbarung, die von Gott kommt, ist etwas Heiliges. Sie wird nicht gegeben, um dann zerredet, zerpflückt, zertreten zu werden.

Offenbarung, die von Gott kommt, wird denen zuteil, die sie zu schätzen und zu würdigen wissen, die sich darüber freuen und daraus erkennen, dass sie Gnade vor Gott gefunden haben, weil sich Gott ihnen geoffenbart hat. Das ist nämlich der Kernpunkt, um den es eigentlich geht.

Damals fragten die Jünger unseren Herrn: "Warum willst du dich nur uns und nicht der Welt offenbaren?" und er sagte: "Die Welt sieht mich nicht mehr, ihr aber werdet mich sehen…" und "Ich werde mit euch sein bis an das Ende der Erde." [Joh 14:22,19, Mt 28:20]

Das, was der breiten Masse nicht zugänglich ist, hat Gott denen vorbehalten, die in das Allerheiligste hineindringen dürfen, nämlich bis in seine Gegenwart, um nicht vor einem Vorhang zu stehen, sondern tatsächlich in der Gegenwart des Allmächtigen Gottes zu sein.

Ich möchte dazu aus der Offenbarung lesen, dem 1. Kapitel, denn wir leben ja in einer Zeit, in der nicht – geistlich gesprochen – der Mund so sehr in Frage kommt [oder: das Thema ist] , wie das im Pfingstzeitalter war, dass eben alle in Zungen geredet, in Zungen gesungen, und dass das sozusagen die Hauptsache war, um die es ja nun seit der Jahrhundertwende ging.

Ich möchte sehr deutlich sagen und darin gut verstanden werden: Ich glaube an das volle Evangelium, ich glaube an Rechtfertigung, an Heiligung, an die Taufe mit Geist und Feuer.

Aber wer die Heilige Schrift durchforscht, der sieht, dass der Gemeinde mit der Geistestaufe eine Ausrüstung zum Dienst gegeben wurde. Nicht nur eine einzige Sache, über die dann gestritten wird, sondern – in der Tat – eine Ausgießung aller Geistesgaben, die in der Ausgießung des Geistes vorhanden waren. Deshalb sind im 1. Korinther im 12. Kapitel die 9 Geistesgaben aufgeführt, im 14. Kapitel ihre Anwendung gezeigt usw.

Aber es geht noch weiter.

Bruder Branham hat tatsächlich den Leib des Herrn in seinem Wachstum beschrieben. Er hat da das Wort unseres Herrn genommen mit dem Weizenkorn. Zuerst kommt der Spross hervor, man sieht zwei Blättchen, die irgendwie sprießen, dann kommt der Halm, dann die Ähre und dann der volle Weizen in der Ähre. [Mk 4:28]

Man kann in der Anlage sagen, wenn der Landwirt über das Weizenfeld schaut, dass meinetwegen so groß ist, der kann sagen: "Ich habe einen herrlichen Weizen." Er hat aber noch nicht den Weizen, er hat erst meinetwegen den Halm oder dann die Ähre. Ganz zum Schluss, in der Erntezeit, in der Reifezeit, ist dann das gesamte Leben, das von Anfang an sich den Weg bahnte und immer höher drang, oben versammelt in der Ähre als Weizen.

Und der Weizen, der dann in der Ähre versammelt ist, hat dieselben Eigenschaften, die gleiche Zusammensetzung wie der Weizen, der ausgesät wurde.

Stimmt es oder nicht?

Dazu braucht niemand Landwirt zu sein. Ich habe schon mit 13 Jahren mit der Sense mähen müssen. Ich kenne mich in der Landwirtschaft wirklich einigermaßen gut aus.

Ganz oben, in dem letzten Stadium, wird der Punkt erreicht, wie er war, als der Weizen in die Erde fiel.

Jesus sagte: "Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt, dann bleibt es allein, wenn es aber in die Erde fällt und erstirbt, dann wird es viel Frucht bringen." [Joh 12:24]

Jesus ist ja in die Erde gefallen – er ist gestorben, er wurde begraben. Er bringt nach seiner Art hervor, ob wir das heute ganz fassen können oder nicht, aber es ist wahr.

An dem Tage, den Gott gemacht hat, werden wir hundertprozentig in das Bild Jesu Christi, des Sohnes Gottes, umgestaltet werden – dieselben Eigenschaften, das gleiche Wesen, dasselbe Leben, alles grundsätzlich, so wie er es war und hatte, so wird es sein.

Also, ich glaube, dass in der Wiedererstattung auch alle Geistesgaben sein müssen und sein werden. Mit dem einen Unterschied, dass sie nicht mehr so allgemein nach Gutdünken verwendet werden, sondern unter der Führung und Leitung des heiligen Geistes.

Um nun auf das zu kommen, was Bruder Branham sagte – er hat das Pfingstzeitalter mit dem Zungenreden eben auch ganz natürlich mit der Entwicklung, die ja vor sich geht, in der Gemeinde verglichen, und gesagt:

Die Gemeinde ist also soweit vollständig und das Leben kam schon "bis zum Munde": Man sprach in anderen Zungen, man bewegte die Lippen.

Dann fuhr er fort und sagte: 

Seit der Zeit ist nun der göttliche Fortschritt eben vom Mund bis zu den Augen, bis zu den Ohren gekommen.

Heute geht es nicht nur darum, dass irgendjemand beseelt ist, gesegnet ist, herrliche Gefühle hat und in Zungen redet.

Ich habe gestern Abend zum letzten Mal in Zungen gesprochen, als ich meine Knie beugte und dem Herrn die Versammlung hinlegte. Aber wenn ich zum Gottesdienst komme, dann sag ich wie Paulus: "In einer Gemeindeversammlung will ich lieber fünf Worte mit dem Verstande reden, damit alle Belehrung empfangen, als viele Worte in einer Sprache, die andere nicht verstehen." [1Kor 14:19]

Ich lese aus Offenbarung dem 1. Kapitel, Vers 11 und 12, hier steht geschrieben:

(11) die rief mir zu: »Was du zu sehen bekommst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden…

Hier haben wir es mit dem Sehen zu tun.

Ihr wisst, im Alten Testament wurden die Propheten "Seher" genannt. Sie sahen – sie sahen, was Gott ihnen zeigte. Johannes sah, und was er sah, sollte er aufschreiben, damit wir es zu hören bekommen, dass es an unsere Ohren dringt – und nicht nur an unsere Ohren, sondern in unser Herz, um darin zur Offenbarung zu werden.

(11) … »Was du zu sehen bekommst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden…

Wie dankbar können wir Gott sein, dass er dafür gesorgt hat und dass er all der Belehrung, die in all den Briefen zu finden ist, das prophetische Buch hinzugefügt hat. Ein Buch, das Martin Luther noch nicht einmal in die Bibel aufnehmen wollte, weil er verzweifelt war und sagte: "Wer soll damit etwas anfangen können?"

Die Zeit war noch nicht da.

Heute leben wir in diesem Wort der Offenbarung, und diese Offenbarung ist doch lebendig vor uns, wir haben sie nicht nur gesehen und gehört, sie ist uns im Herzen zur Offenbarung geworden.

Es heißt hier weiter in Vers 12:

(12) Da wandte ich mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete; und als ich mich umgewandt hatte, erblickte ich sieben goldene Leuchter

(13) und in der Mitte der Leuchter Einen, der wie ein Menschensohn aussah; er war mit einem Gewand angetan und um die Brust mit einem goldenen Gürtel gegürtet;

Ihr Lieben, wie ich eben schon zu sagen versuchte, wir sind Gott dankbar für die Zeit des Anfangs, als die Reformation hier in Zentraleuropa ihren Lauf nahm. Wir sind Gott dankbar für all die folgenden Erweckungen – und besonders für die Pfingsterweckung, die den Boden bereitet hat, damit die letzte Botschaft gebracht werden sollte.

Ihr erinnert euch, als im Jahre 1937 – war es wohl – die erste Frau Bruder Branhams in der Ohio-Flut starb, als der Ohio-Fluss über die Ufer drang und viele tausende ihr Leben verloren hatten, dieser Flut ist auch die Frau Bruder Branhams zum Opfer gefallen und auch seine Tochter Sharon.

Und die letzten Worte, die sie sagte, waren: "Billy, versprich mir, dass du zu den Leuten gehst."

Und sie hat da das Wort verwendet "Trash": "Die, die ich als Trash – als Abfall – bezeichnet habe, dass du zu diesen Leuten gehst."

Sie wollte, weil sie selbst aus guten Kreisen kam, nicht, dass ihr Mann mit der Pfingstbewegung, die damals verlacht, verspottet, verhöhnt, als "heilige Roller" und alles mögliche bezeichnet wurde, in Verbindung stand – er sollte nicht mit ihnen gehen.

Und das war dann so das letzte Zeugnis.

"Versprich mir, dass du zu den Leuten gehst, die ich als Abfall bezeichnet habe."

"Was nichts ist vor der Welt, das hat Gott sich erwähnt." [1Kor 1:27]

Meint nicht, dass die Weisen dieser Welt den Mut haben, ihren Ruf, ihren Rang, ihren Namen preiszugeben.

Gott sei Dank hatten wir nicht viel zu verlieren – wir hatten aber sehr viel zu gewinnen. Und Paulus hat es ja damals erfasst; er sagte: "Das, was ich für Gewinn geachtet habe, das achte ich jetzt als Schaden…" [Phil 3:8] Er ging sogar so weit und sagte "als Kot" – Trash – als Kot – " … um Christus zu gewinnen." [Phil 3:8]

Wir dürfen uns also zu denjenigen zählen, die Gnade vor Gott gefunden haben. Wenn aber jemand bei irgendeiner Erweckung stehen bleibt, dann bleibt er stehen.

Es sind viele, die bei der Rechtfertigung stehen geblieben sind, die heute über die Bedeutung der Rechtfertigung philosophieren, ohne sie persönlich erlebt und erfahren zu haben, ohne sie predigen zu können, weil sie darüber nichts sagen können, ohne es erlebt zu haben. Die anderen über Heiligung, die dritten über die Geistestaufe.

Lasst uns doch Menschen werden und sein, die all diese Etappen wirklich erlebt haben, die nicht versuchen, nun einen Sprung zu machen, sondern Stufe für Stufe Gott der Reihe nach zu erleben. Wirklich so zu erleben, wie unsere Brüder und Schwestern ihn am Anfang erlebt haben. Denn das bedeutet "völlige Wiedererstattung".

Natürlich sind wir uns auch darüber klar, dass es nicht bei dem Munde, bei dem Sprechen, bei dem Zungenreden, bei dem Weissagen, bei all diesen Dingen aufhört – und ich sag euch auch warum: Paulus, als ein von Gott begnadeter Mann, konnte in 1. Korinther 13 sagen:

"Alles wird aufhören, seien es Sprachen, sei es Erkenntnis, was immer es sein mag, alles wird ein Ende nehmen, wenn das Vollkommene gekommen ist, dann wird das Stückwerk aufhören." [1Kor 13:10]

Ihr Lieben, ich wage zu sagen, dass wir in diesen Tagen nicht Teiloffenbarungen, nicht Teilerkenntnisse, nicht wie durch einen Spiegel in eine dunkle Landschaft hineingeschaut haben.

Ich wage zu sagen: Wir haben in diesen Tagen aus Gnade, so vollkommen, wie es nur sein konnte, in den göttlichen Heilsratsschluss hineinschauen dürfen. Nicht aus uns – ein Geschenk Gottes ist es, weil die Zeit dafür gekommen ist. Hätten wir zu anderen Zeiten gelebt, wäre uns ja nichts anderes übriggeblieben, als das zu erleben, was in der Zeit von Gott aus geschah und verkündigt wurde.

Wir leben in einem prophetischen Zeitalter, wir rätseln und raten nicht mehr, wir schauen mit offenen Augen, mit gesalbten geistlichen Augen sehen wir die Erfüllung der Schrift vor unseren Augen.

Und die letzte Botschaft muss uns zur Reife bringen, muss uns zum vollkommenen Mannesalter in Christo bringen. Sie muss in uns dieselben Tugenden, die gleichen Eigenschaften, dasselbe Leben, das in Christus war, [bewirken], sie muss schlussendlich zur Reife in der Gemeinde des lebendigen Gottes kommen.

Und ich glaube daran – ich glaube schlicht und einfach daran, dass es geschehen wird.

Schaut, ich gebe euch ein Beispiel: Als der Herr Jesus auf Erden wandelte, war auch er, irdisch gesehen, dem Älterwerden unterworfen.

Mit acht Tagen wird er uns im Tempel gezeigt, wie er geweiht wird und den Namen empfängt, beschnitten wird. [Lk 2:21]

Mit zwölf Jahren sehen wir ihn im Tempel, mit 30 Jahren, so wird uns berichtet, hat er seinen Dienst begonnen. [Lk 2:42-46 und 3:23] Und die Menschen sagten: "Du bist noch nicht 50…" – merkt ihr? Man hat ihn wesentlich älter geschätzt, als er eigentlich war. Er war ja ein Mann der Schmerzen, ihm ging alles zu Herzen. Er hat mit jedem gelitten, mit jedem getragen, er hatte die gesamte Last.

Aber jetzt kommt's: Nach seiner Auferstehung haben ihn die Seinen nicht erkannt. Er war in einer ganz anderen Gestalt. Er war nicht dem Älterwerden fernerhin unterworfen. Er war so, wie wir ihn sehen werden und wie wir sein werden, wenn wir verwandelt worden sind.

Ihr Lieben, Gott hat einen herrlichen Plan mit uns.

Und die völlige Reife… Ganz zum Schluss, und das nicht aus uns, sondern, weil Gott es so gefügt hat, wird eine Gemeinde da sein, wie sie am Anfang war. Mit dem Leben und Wesen Jesu, mit der Kraft Gottes, durch die der Dienst Jesu Christi fortgesetzt wird.

Immer wieder taucht die gleiche Frage auf: Wie es denn alles so werden wird.

Ihr Lieben, lassen wir uns doch überraschen. Es weiß doch keiner genau, wie es sein wird.

Eins aber wissen wir: Gott ist treu, er hält, was er verspricht.

Und wenn heute in den Versammlungen hier nicht Händeklatschen und Jubel und Jauchzen vorgeführt oder Zungenreden zur Hauptsache gemacht wird, dann doch aus dem Grunde, weil wir erkannt haben, dass ja heute viele charismatische Bewegungen in Bewegung sind.

Darum geht es heute nicht mehr.

Ich denke – und ich kann mich ja der Sache immer sehr schlecht irgendwie entledigen – aber als der große Mann, den ich ja persönlich kannte, der als "Mister Pentecost" bekannt war auf der ganzen Erde, als der seinen Papstbesuch als Pfingst-Oberster gemacht hatte, schrieb er in seinem Rundbrief: "Ich glaube, der Papst sei wiedergeboren."

Und was soll ich euch sagen?

Die Leute haben das auch so angenommen, ohne zu wissen, welch ein Trick dahinter steckt, welch eine Verblendung unter den Leuten zu finden ist.

Und ich sage euch was oft wiederholt wurde von Bruder Branham und unser Herr in Matthäus 24, 24 gesagt hat: "Wenn es möglich sein würde, dann würden auch die Auserwählten in den Irrtum verführt werden." [Mt 24:24] Also muss das Falsche den Echten so nahe kommen.

Und jetzt kommt der Punkt: Immer wieder ist uns gesagt worden: "Prüft alles am Wort, gebt der Sache den Test des Wortes und dann wisst ihr, womit ihr es zu tun habt."

Kommt zu diesen charismatischen Bewegungen mit dem Wort, und ich sage euch: Sie fahren aus der Haut. Ich habe es ja erlebt, ich habe es zu spüren bekommen, wie die Sache aussieht.

Prüft alles am Wort.

Wir haben diesen geistlichen Fortschritt aus Gnaden in unserer Generation miterleben dürfen, vom Reden, von der Bewegung des Mundes, vom Reden, das Stückwerk war, vom Reden in anderen Sprachen und so weiter.

Gott sei Dank für all das Stückwerk, aber Gott sei auch Dank für das Vollkommene.

Das Wort Gottes ist kein Stückwerk. Das Wort Gottes ist vollkommen und in diesen letzten Tagen sind nicht – wie ich vorhin schon sagte – Teilwahrheiten oder Teilerkenntnisse aufgetischt worden.

Es hat Gott gefallen, durch direkte Offenbarung sein Volk auf den neuesten Stand zu bringen, sich uns selber zu offenbaren, so dass wir wissen, wer es ist, der mit uns redet.

Und, ihr Lieben, denselben, den Johannes sah, als er die Stimme mit sich reden hörte, denselben sehen alle diejenigen, die das prophetische Wort, das geoffenbart wurde, im Glauben in ihren Herzen aufnehmen. Sie sehen nur einen, der was zu sagen hat, nur einen, aus dessen Mund das Wort wie ein zweischneidiges Schwert hervorgeht. Sie hören nicht mehr links und rechts, sie machen keine Umwege mehr, sie probieren nicht dieses und jenes aus. Sie haben das gefunden, wonach ihre Seele suchte, sie haben gefunden, was sie innerlich zufrieden stellt. Sie haben die Stimme gehört und haben dann nach dem geschaut, der da redet.

Wie Johannes, so sehen auch wir die sieben goldenen Leuchter, die sieben Gemeindezeitalter, durch die die neutestamentliche Gemeinde geht, bis hin zum letzten Gemeindezeitalter, zu Laodizea. [Offb 1:12]

Und wen hören wir, wen sehen wir? Den, der mitten unter den sieben goldenen Leuchtern wandelt.

Und durch wen hat er geredet? Er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und die sieben Sterne waren die sieben Engel der sieben Gemeinden. [Offb 1:20] Gott hat die Botschaft dem Engel der Gemeinde gegeben und dieser hat sie der Gemeinde weitergeben dürfen.

Sprecht heute mit den Leuten, die so viele Sprachen sprechen, die da meinen, im siebenten Himmel zu sein und sich hin und her bewegen. Manche fallen sogar um und meinen, das sei die Kraft Gottes. Es wäre mir lieber, sie würden nicht umfallen, sondern würden aufgerichtet werden, denn zu viele liegen und schlafen.

Es müsste durch die Posaune des Evangeliums ein Weckruf ertönen. Und es ist soweit – macht euch keine Sorgen. Wie singen unsere lieben Geschwister hier: "Gott ist noch auf dem Plan und alles ist ihm untertan." Alles läuft und geht, wie er es will.

Die wahre Gemeinde Jesu Christi spricht nicht nur in verschiedenen Sprachen, sei es auch durch den Geist – es wäre alles Stückwerk. Unser Erkennen ist Stückwerk, unser Weissagen ist Stückwerk, alles ist Stückwerk.

"Wenn aber das Vollkommene gekommen ist, dann hört das Stückwerk auf." [1Kor 13:10]

Ihr Lieben, ich möchte nichts lehrmäßig festlegen, aber ich wage zu sagen: Die Botschaft, die Gott uns aus seinem Worte geschenkt hat, ist nicht ein Zusammensuchen des gesamten Stückwerkes, sondern ist die vollkommene Offenbarung Jesu Christi, die vollkommene Offenbarung des Willens und des Wortes Gottes, die vollkommene Offenbarung all der Dinge, die verborgen geblieben waren bis in diese Zeit hinein.

Und alle die nun geforscht haben – ihr könnt in der Kirchengeschichte nachlesen – ihr Erkennen war Stückwerk und – sie konnten nichts dafür – die Zeit war noch nicht reif.

Wie sehnten sie sich danach, zu sehen, was wir sehen, zu hören, was wir hören, und – die Zeit war einfach noch nicht gekommen.

Heute dürfen wir dankbar vor Gott versammelt sein und wirklich sagen: Was in den 2000 Jahren der neutestamentlichen Gnadenzeit nicht verkündigt und geoffenbart worden war, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten kundgetan wurde.

So ist das. Was man zu keiner Zeit wusste, das wissen wir heute. Und was man nie in der Gesamtübersicht gehört und verstanden hätte, das hören und verstehen wir jetzt.

Ein geistliches Wachstum.

Nicht weil wir besser wären als andere, nein, das hat gar nichts damit zu tun. Einfach: "Als die Zeit erfüllt war." [Gal 4:4] Dies ist der Tag, dies ist die Zeit, die Apostel und Propheten gerne gesehen und miterlebt hätten. Sie sind uns vorausgegangen.

Was konnte ein Daniel dafür, als ihm gesagt wurde: "Verschließe das Buch, versiegle es bis zur Endzeit – bis zur Endzeit." [Dan 12:4]

Kapitel 12, Vers 4: "Dann werden es viele durchforschen, und so wird das Verständnis zunehmen."

Viele durchforschen auch in unserer Zeit. Was meint ihr, wie viele das letzte Buch der Bibel lesen?

Aber lasst mich heute auch euch lieben Freunden, die ihr neu hinzukommt… Ich sage das mit demütigem Herzen, nicht um einen einzigen zu verletzen, und ich sage es in Liebe: Lesen können es alle, jeder Professor, jeder Lehrer, jeder Pfarrer, jeder Missionar – und wer wird's verstehen?

Nur diejenigen, die Gottes Wirken, Gottes Entscheidung, den Dienst, den Gott für diese Zeit bestimmt hat, erkennen und respektieren, das heilsgeschichtliche Tun Gottes biblisch einordnen und erkennen, dass Gott einen Propheten senden musste, um den prophetischen Teil der Heilsgeschichte vollkommen einzuordnen. Alle anderen werden weiterlesen; sie können alt werden wie Methusalem, und werden noch nicht mal den Anfang der Dinge verstehen.

Als erstes müssen wir die göttliche Ordnung respektieren, nämlich, dass der Herr in seiner Rechten sieben Sterne hatte. [Offb 1:16] Und dass diese sieben Sterne die sieben Engel, die sieben Boten sind, die Gott gebraucht hat, um in den sieben Gemeindezeitaltern zu reden – reden zu können. [Offb 1:20] Nicht nur Menschen, die über Gott sprechen, sondern Männer, durch die Gott reden konnte.

Und das ist eben der große Unterschied auch in dieser Generation.

Es gibt Evangelisten, die über Gott reden. Aber so viel dürfen wir auch demütig sagen: Durch Bruder Branham hat Gott reden können, durch ihn hat er uns das sagen können, frei und offen, ohne Wenn und Aber, ohne Rätsel, ohne Gleichnisse zu gebrauchen.

Und speziell die Dinge, die uns als Offenbarung so kostbar sind, über diese stolpern und fallen andere.

Ich habe da an einen Arzt denken müssen, das war einer der besten Chirurgen in Wuppertal bei uns, und dann, als er hörte, was Bruder Branham über den Sündenfall sagte, kam er in mein Haus mit einigen Brüdern und sagte: "Bruder Frank, ich muss dich warnen im Namen des Herrn: Dieser Branham, das war ein Irrlehrer."

Und dann, natürlich als Chefarzt – großer Mann, Chirurg, sehr bekannt – und dann hat er viele Worte gebraucht über Bruder Branham.

Ich sagte, hör mal: "Ich würde an deiner Stelle nicht urteilen, ich würde schweigen, es stehen lassen."

Und dann hat er mir den Tod angekündigt, hat gesagt: "Also wenn du nicht sofort damit aufhörst, dann wirst du mit einem plötzlichen Schlag vom Herrn heimgesucht und abberufen werden." Er hat speziell das, was im Garten Eden geschah, mit niederträchtigen Worten als abscheulich beschrieben.

Was soll ich euch sagen?

Es hat nicht lange gedauert, da hat dieser gleiche Arzt, der viele operiert hatte – und der gläubig war, der sogar auf den Namen Jesu Christi taufte – der landete in Düsseldorf in der Uniklinik und starb bei der Operation, die an ihm vollzogen wurde.

Man darf sich über Gott nicht lustig machen. Man darf die Propheten Gottes nicht antasten. Es steht geschrieben: "Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten nichts zu leide." [Ps 105:15] So steht es in der Bibel geschrieben.

Ihr Lieben, wir verehren keinen Menschen, das liegt uns fern. Aber wir erkennen dankbar an, dass Gott einen Mann wie einen Elia gesandt hat, der nicht zum Papst ging, um da den Ring zu küssen und aufs Knie zu gehen.

Als damals das Interview an dem Nachmittag sein sollte, da fragte Bruder Branham, was getan werden muss – er soll unbedingt zum Papst, das wollten die Geschäftsleute. Und er fragte: "Was muss ich da denn tun?"

Ja, die sagten: "Nur eben seinen Ring küssen und mit dem einen Knie ein wenig runter gehen. Und dann beim Weggehen ihm nicht den Rücken zuwenden, sondern so wie du kommst, so musst auch wieder rückwärts von ihm weggehen, denn dem Papst darf niemand den Rücken kehren."

Und wie gesagt, Bruder Branham hat sich das schön angehört und sagte dem Herrn von Blomberg – das war der Botschafter – nur: "Lass Bescheid geben, dass ich nicht komme, ich verzichte darauf. Die Ehre gebe ich keinem anderen als meinem Herrn, der mich erlöst hat. Ich beuge mich vor keinem Menschen."

Gott hat wirklich einen Mann gehabt, der ein schönes Leben hätte führen können, mit der gewaltigen Gabe, die Gott ihm gegeben hatte, hätte ihm die ganze Welt zu Füßen liegen können. Er hat sie aber nicht missbraucht, er hat sie gebraucht, um unseretwillen, auf die das Ende der Zeit gekommen ist.

Ich mache daraus keinen Hehl – wir gehen nicht zurück nach Rom. Wir sagen allen Menschen: 

Kommt aus dem religiösen Babel heraus, sondert euch ab, rührt nichts Unreines an! [2Kor 6:17]

Kommt aus aller Tradition, aus allen Überlieferungen, aus allen Satzungen und Dogmen, kommt aus allem heraus.

Kehrt ruhig dem Papsttum den Rücken und wendet euch zu Jesus Christus, eurem Herrn und Erlöser, so werdet ihr Frieden finden für eure Seele.

Einen anderen Weg gibt es nicht.

Wenn Christus das Haupt ist und der Mann das Oberhaupt sein will, dann wäre über einem Kopf ein anderer Kopf – das geht nicht – nicht mit uns, wir glauben von Herzen, wie die Schrift sagt.

Lasst es mich zusammenfassen.

Gott hat uns zu einem Volk von Königen und Priestern gemacht, mit dem Ziel, uns in das Bild Jesu Christi, des Sohnes Gottes, umzugestalten. [1Pt 2:9, 2Kor 3:18] Er der Erstgeborene unter vielen Brüdern, und wenn es erscheinen wird und wir ihn sehen werden, dann werden wir sein, wie er ist.

Und weil wir am Ende der Zeit leben, ist Gott über alles das, was Menschen unter gewaltigen Segnungen sprechen konnten…

Es war ja alles schön. Ich habe es ja selbst mitgemacht bis in die Nächte hinein. Das waren schöne Stunden der Seligkeit – ich möchte sie nicht missen. Eine Verbindung zu Gott ist etwas Herrliches.

Aber als die Zeit kam, öffnete mir Gott die Augen, dass es nicht um das Stückwerk geht, das ich da über meine Lippen bringe, ohne zu wissen, was es eigentlich ist und was ich da sage.

Gott hat mir die Augen geöffnet, dass wir fortgeschritten sind in der geistlichen Entwicklung.

Was wir heute sehen, was wir heute hören, wir sehen den Herrn mitten unter den sieben goldenen Leuchtern.

Wir hören ihn, wir hören das Wort, das für unsere Zeit bestimmt ist, und damit stehen wir auf der Seite Gottes.

Wir geben Gott Recht und sind bereit, uns korrigieren zu lassen, zurechtbringen zu lassen, um mit seinem Worte in Übereinstimmung gebracht zu werden.

Alle anderen werden sich auflehnen. Die werden sagen: "Ja bitte schön, das ist bis jetzt so gemacht worden und plötzlich soll es nicht mehr richtig sein?"

Wisst ihr, was richtig ist? Das, was in der Bibel praktiziert wurde, das ist richtig, und alles, was nicht gemäß der heiligen Schrift praktiziert wird, ist nicht recht.

Wir leben nicht in der Zeit, wo Menschen in einem heillosen Durcheinander reden, wir leben in der Zeit, in der Gott sein Volk zusammenruft, um durch sein heiliges Wort klar und deutlich mit uns zu sprechen.

Aus der vollkommenen Offenbarung des Wortes eine Überleitung in den vollkommenen Glauben, der Gott bei seinem Worte nimmt, wie Abraham es getan hat, bis wir dann durch diesen vollkommenen Glauben zum vollkommenen Schauen dessen kommen, was Gott verheißen hat. Und es wird nicht mehr Stückwerk sein, es wird eine vollkommene Offenbarung der Kraft Gottes sein.

Ich habe es hier schon einmal gesagt: Ich möchte nicht nur erleben, dass Leute mit einem Magenleiden oder mit einem Nierenleiden geheilt werden. Ich möchte es noch einmal erleben, dass die Menschen blind kommen, aber sehend gehen, dass sie taub kommen und hörend gehen.

Ich möchte die selben Dinge, die nicht geleugnet werden können von Gläubigen oder Ungläubigen, dass Gott der Herr sich am Ende so offenbart, wie er es am Anfang getan hat – "Jesus Christus, derselbe gestern, heute und derselbe in Ewigkeit." [Hebr 13:8]

Eine Frage zum Schluss: Seid ihr dankbar?

Habt ihr es erkannt, dass Gott mit der Gemeinde vorwärts gegangen ist?

Dass er uns aus dem Durcheinander in die wahre, vollkommene Offenbarung seines Wortes und seines Willens hineingebracht hat?

Dann sagt ruhig Amen.

Amen. So ist das.

Das ist keine Überheblichkeit, das ist der Heilsplan Gottes.

Wie der Weizen kommt und wächst und wächst und wächst, durch die verschiedenen Stadien hindurchgeht – aber dann, zur Erntezeit, wird die Ähre reif, sie wird gelb, und der volle Weizen ist in der Ähre.

Wir leben in der Zeit, in der alles, was Gotteskinder heißt, in das vollkommene Mannesalter Jesu Christi hineingebracht wird, kraft der vollkommenen Erlösung, Kraft des vollkommen geoffenbarten Wortes, Kraft des heiligen Geistes.

Die bluterkaufte Schar wird die Vollendung mit Kraft und Herrlichkeit miterleben.

Gelobt sei der Name des Herrn.

Amen.