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Ewald Frank 

Sonntag, 22. 10. 1989 10.00 Uhr, Krefeld, Deutschland  

Thema: 5 Mose 28,1-14: Segnungen und Verheißungen für das Volk Gottes!

ausgestrahlt am 4. 1. 2026 10.00 Uhr

Wir sind dankbar für jedes Lied, das wir zur Ehre Gottes singen können, dankbar für die Sänger, dankbar für jeden, der teilhat an dem, was getan wird, um dem Herrn zu dienen.

Wir haben es oft genug gesagt: Wir haben nur ein Leben; und das Leben gehört dem Herrn, er hat es erkauft, er hat den Preis bezahlt. Wir gehören nicht mehr uns selber, sondern ihm, der sein Leben für uns gelassen hat.

Paulus sagt [Gal 2:20]: „Was ich jetzt lebe, das lebe ich im Glauben des Sohnes Gottes.“

Er sagt [Röm 14:8]: „Leben wir, so leben wir dem Herrn und sterben wir, so sterben wir dem Herrn; wir mögen leben oder sterben, wir sind des Herrn.“

Das kann nicht anders sein, das muss, wie wir schon im Einleitungswort gehört haben, keinen Stillstand geben, sondern ein Vorwärtsgehen mit dem Herrn, ein tieferes Hineindringen in die Gemeinschaft mit Gott, die Verbindung mit ihm suchen und finden, auf das die Gnade Gottes, je länger je mehr, in uns mächtig wirksam werden kann durch Wort und Geist und so weiter.

Ich möchte alle herzlich willkommen heißen und speziell einfach auch darum bitten, einen Gottesdienst als Gottesdienst zu betrachten und Ruhe zu bewahren während des Gottesdienstes. Wir haben an dieser Stätte die Ehrfurcht vor dem Herrn und vor seinem Wort. Es gehört sich einfach, dass im Hause Gottes Ruhe bewahrt wird und nicht Menschen reden, sondern Gott durch sein Wort zu uns redet.

Wir heißen euch herzlich und aufrichtig willkommen, aber bitten darum, dass ein Gottesdienst als ein solcher betrachtet und erlebt wird.

Es geht darum, dass wir alle gesegnet werden und nicht einer den anderen stört.

Ein Gottesdienst beginnt und hört auf. In der Zwischenzeit darf niemand herein- und herausgehen, die Tür nicht schwenken und schwanken und andere gestört werden, sondern, wie ich eben schon sagte: Ein Gottesdienst ist in der Gegenwart Gottes. Und das Haus des Herrn soll ein Bethaus heißen für alle Völker. [Jes 56:7]

Aber alle Völker, die sich im Bethaus versammeln, alle Nationen, Sprachen sind dann das Volk Gottes. In dem Moment, wo wir Kinder Gottes geworden sind, gehören wir zu der großen Familie Gottes. Und als Kinder Gottes, so schreibt auch Paulus an Timotheus, sollen wir wissen, wie man sich im Hause Gottes zu betragen hat, welches da ist die Säule und Grundfeste der Wahrheit. [1Tim 3:15] So schreibt er es an Timotheus.

Als die Sänger das zweite Lied gesungen haben, dachte ich an 2. Timotheus, Kapitel 4, Vers 7. Hier sagt Paulus - 2. Timotheus 4, Vers 7:

(7) Ich habe den guten Kampf gekämpft, habe den Lauf vollendet, den Glauben unverletzt bewahrt:

(8) fortan liegt für mich der Siegeskranz der Gerechtigkeit bereit, den der Herr, der gerechte Richter, mir an jenem Tage zuteilen wird; jedoch nicht nur mir, sondern überhaupt allen, die sein Erscheinen lieb gehabt haben.

An anderer Stelle schreibt Paulus an Timotheus [2Tim 2:5]: Wer kämpft, der kämpfe recht, sonst wird er nicht gekrönt.

Rechtes kämpfen - er führt es dort aus: Wer am Wettkampf teilnimmt, legt alles ab. Er ist nicht beladen oder belastet, er macht sich frei, um den Wettkampf aufnehmen zu können.

So auch mit uns, dass wir ablegen, was uns hindert, um wirklich im Glauben vorwärtsgehen zu können, dass wir das Ziel aus Gnaden gemeinsam erreichen.

Ich werde einige Bibelstellen lesen. Ich hatte gestern Abend schon kurz Bezug darauf genommen, möchte es eben vorlesen aus Markus, Kapitel 5. Markus, Kapitel 5, von Vers 30 - hier steht geschrieben:

(30) Da nun auch Jesus sogleich die Empfindung in sich hatte, dass die Heilungskraft von ihm ausgegangen war, wandte er sich in der Volksmenge um und fragte: »Wer hat meine Kleider angefasst?«

(31) Da sagten seine Jünger zu ihm: »Du siehst doch, wie sehr die Volksmenge dich umdrängt, und da fragst du: ›Wer hat mich angefasst?‹«

(32) Doch er blickte rings um sich nach der, die es getan hatte.

Haben wir gut zugehört?

(32) Doch er blickte rings um sich nach der, die es getan hatte.

(33) Da kam die Frau voller Angst und zitternd herbei, weil sie wohl wusste, was mit ihr vorgegangen war, warf sich vor ihm nieder und bekannte ihm die ganze Wahrheit.

(34) Er aber sagte zu ihr: »Meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet: gehe hin in Frieden und sei von deinem Leiden geheilt!«

Die ganze Volksmenge umgab ihn, drängte ihn, berührte ihn.

Aber es war eine Frau da, die ein Anliegen hatte, die nicht nur drängte, weil andere sich drängten, sondern sie fasste ihn im Glauben an - im Glauben: Wenn sie ihn berührt, wird sie geheilt. Das war der Glaube, den sie in ihrem Herzen hatte; und der Glaube bewirkte das Wunder der Heilung.

Die Jünger sagten: "Herr oder Meister, die ganze Volksmenge drängt dich und jeder berührt dich."

Er war damit nicht zufrieden. Er schaute in die Volksmenge hinein, um die zu finden, die ihn im Glauben berührt hatte, mit einem Anliegen im Herzen. Und als er sie sah, sprach er zu ihr. Und wir haben es eben ja mitgelesen [Mk 5:34]: "Meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet."

Im Urtext ist für Rettung und Heilung dasselbe Wort. Je nachdem, was geschieht, ob an der Seele oder am Leibe, es ist das Gleiche Wort im Urtext. Der Herr ist beides, er ist Retter und Heiler. Er ward verwundet um unserer Sünden willen, geschlagen und gemartert, die Strafe ward auf ihn gelegt, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. [Jes 53:5]

So gewiss sein Blut zur Vergebung unserer Sünden floss, so gewiss wurde er geschlagen an seinem Leibe und gemartert, damit wir von unseren Krankheiten geheilt werden können. Durch seine Wunden sind wir geheilt. Die Wunden waren die Striemen, die geschlagen wurden. Er hat es an seinem eigenen Leibe zu spüren bekommen, was der gesamte Fluch mit sich gebracht hatte. Und er wurde für uns zum Fluch, damit wir die Gesegneten Gottes werden können.

Als ich das las, dass es nicht nur Menschen in der Volksmenge waren, sondern jemand mit einem ganz besonderen Anliegen, da habe ich mich gefragt: 

Wie es um uns steht?

Sind wir nur gekommen, um das Wort allgemein zu hören; oder sind wir gekommen, um den Herrn anzurühren und von ihm angerührt zu werden?

Sind wir mit einem ganz bestimmten Anliegen gekommen, um Gott zu erleben?

Wer zu ihm kommt, muss ja wissen, was er von ihm wünscht. Immer wieder fragte der Herr [Mt 20:32]: "Was willst du, dass ich dir tun soll?"

Die Blinden sagten: "Ich möchte sehend werden."

Die Aussätzigen sprachen: "Ich möchte rein werden."

Die Lahmen: "Ich möchte gehend werden."

Und er sprach ein Wort, und es geschah.

Bitte, lasst uns nicht nur als Volksmenge um ihn versammelt sein, sondern als Einzelne ihn im Glauben berühren, und es wird Kraft von ihm ausgehen.

Die Bibelstelle im Neuen Testament für den Verlauf der gesamten Gemeindezeit finden wir in Hebräer Kapitel 4, Vers 15 - Hebräer 4, Vers 15 und 16:

(15) Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitgefühl mit unseren Schwachheiten haben könnte, sondern einen solchen, der in allen Stücken auf gleiche Weise versucht worden ist, nur ohne Sünde.

(16) So wollen wir denn mit freudiger Zuversicht zum Thron der Gnade hinzu-treten, um Barmherzigkeit zu empfangen und Gnade zu finden zu rechtzeitiger Hilfe.

Welch ein wunderbares Wort!

Auch wir können den Herrn berühren, im Glauben zu ihm aufschauen, Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe.

Wie schon gesagt, wir haben ein herrliches Wort zur Einleitung gehört, haben es zu Herzen genommen.

Ich möchte aus dem Alten Testament einige Stellen lesen und dann die Brücke zum Neuen Testament schlagen.

Ihr wisst, im Alten Testament war es Israel, das der Herr aus allen Völkern, Sprachen und Nationen zu seinem Eigentumsvolk erwählt hat, einen Bund mit ihm geschlossen, gesegnet, solange sie in seinen Wegen wandelten, und sie preisgegeben, wenn sie ungehorsam wurden.

Gott ist ja ein heiliger Gott, ein wahrhaftiger Gott. Er kann nicht jeden machen lassen, was er will. Wie ein irdischer Vater seine Kinder erzieht, so möchte Gott, dass wir erzogen werden, in seinen Wegen wandeln, gehorsam sind, damit er Freude über uns haben kann.

Im 5. Mose, im 1. Kapitel, Vers 32 steht:

(32) Aber trotz alledem bliebt ihr ohne Vertrauen auf den HERRN, euren Gott,

Was Gott von uns fordert, ist Glauben und Vertrauen ihm gegenüber, seinem Worte gegenüber. Und wie wir oft gesagt haben: Gott ist vertrauenswürdig, sein Wort ist vertrauenswürdig. Was er zugesagt hat, das hält er gewiss.

Gott will, dass wir ihm vertrauen.

Gott will, dass wir ihm glauben, dass wir ihn bei seinem Worte nehmen, auch dann, wenn wir nichts sehen wie Abraham. Er glaubte, wo nichts zu hoffen war, dass Gott erfüllen wird, was er zugesagt hat.

Das Wort aus 5. Mose, Kapitel 4, Vers 10:

(10) Gedenke insbesondere des Tages, als du am Horeb vor dem HERRN, dei-nem Gott, standest, als der HERR mir gebot: ›Versammle mir das Volk: ich will sie meine Worte hören lassen, damit sie mich fürchten lernen, solange sie auf dem Erdboden leben, und es auch ihre Kinder lehren!‹

Ich bin so dankbar, dass Gott ein persönlicher Gott ist.

Nicht eine verschwommene Idee, die irgendwo im Weltall sein könnte, sondern ein persönlicher Gott, der auf seinem Throne sitzt und der sich seinem Volke Israel und einzelnen Männern in ganz besonderer Weise offenbart hat - und ich hoffe, auch dir persönlich offenbart hat.

Es geht darum, dass Gott ein persönliches Verhältnis zur Menschheit in Christus hergestellt hat, und darum, dass wir als Einzelne dieses persönliche Verhältnis zu Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn, bekommen.

In 5. Mose, Kapitel 4, Vers 35 und 36 steht:

(35) Du hast es zu sehen bekommen, um zu erkennen, dass der HERR der einzige Gott ist und dass es keinen anderen außer ihm gibt.

(36) Vom Himmel her hat er dich seine Stimme hören lassen, um dich zu unterweisen, und auf der Erde hat er dich sein gewaltiges Feuer sehen lassen, und aus dem Feuer heraus hast du seine Worte vernommen.

Gott hat sich offenbart, er ist nicht der schweigende, sich verbergende Gott, sondern der redende und sich offenbarende Gott. Für alle, die Gott erlebt haben, ist er die größte Realität, die es auf Erden gibt, und im Himmel und im ganzen Universum.

In 5. Mose 8, Vers 5 steht, vielleicht Vers 5 und 6:

(5) So erkenne denn in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott, ebenso dein Erzieher ist, wie ein Vater seinen Sohn erzieht,

(6) und befolge die Gebote des HERRN, deines Gottes, indem du auf seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest.«

Gott hat nicht nur gesprochen; er will, dass das Gesprochene befolgt wird. In 5. Mose 27 haben wir eine Auflistung der verschiedenen Dinge, die Gott gesprochen hat, und auch in Kapitel 28. Lasst sie uns ein wenig betrachten. Ich werde nur einiges lesen. Wir alle können ja jeder für sich die ganzen Kapitel lesen, ob jetzt oder später.

5. Mose 27 von Vers 9:

(9) Hierauf richteten Mose und die levitischen Priester folgende Worte an ganz Israel: »Beachte Schweigen, Israel, und höre zu! …

Habt ihr die Zeichensetzung beobachtet?

(9) … »Beachte Schweigen, Israel, und höre zu! …

Mir sei eine Bemerkung gestattet: Aber es gibt sehr viele, die Gott dazwischenreden, die nicht bereit sind, stille zu werden.

Nach dem Wort der Schrift [Jes 30:15]: Durch Stillesein und harren wird euch geholfen werden.

Bruder Russ wird sicherlich wissen, wovon ich jetzt spreche, wenn ich daran erinnere. Es gibt einen geliebten Menschen, der uns beide ab und zu anruft. Und während das Gespräch am Telefon geschieht, hören wir jedes Mal im Hintergrund am laufenden Band jemand anders sprechen. Und nicht nur den Mann, der am Telefon spricht, den man als Ansprechpartner hat - man hört die Frau die ganze Zeit während dem Gespräch im Hintergrund laut vor sich hin reden.

Es gibt Menschen, die Schweigen nicht gelernt haben, auch vor Gott nicht. Sie reden immer dazwischen, sie haben ihre Vorschläge. Sie sind nicht bereit, stille zu werden vor dem Angesicht Gottes, um wirklich zu hören, was Gott zu sagen hat. Die meisten schmieden ihre eigenen Antworten und hören nicht richtig zu.

Hier wird uns gesagt [5Mo 27:9]:

(9) … Beobachte Schweigen, Israel, und höre zu! …

Sehr wichtig für uns alle, dass wir in der Gegenwart Gottes stille werden, innerlich stille werden, um Gott zu uns reden lassen, dass sein Wort wirklich durchdringt, bis Geist und Seele, Mark und Bein geschieden sind, wie es uns in Hebräer 4, Vers 12 gesagt wird.

(9) … Beobachte Schweigen, Israel, und höre zu! …

Wenn wir in der Gegenwart Gottes sind, dann sollen wir hören, schweigend hören, in uns aufnehmen, was Gott spricht, damit das Wort wirksam werden kann in unseren Herzen und in unserem Leben.

Weiter heißt es [5Mo 27:9]:

(9) … Am heutigen Tage bist du zum Volk des HERRN, deines Gottes, geworden.

Durch Abaham, Isaak und Jakob hatte Gott das Volk erwählt, aber dann kam die Herausführung, dann kam die Bundesschließung, der Vertrag Gottes mit diesem Volke Gottes. Und deshalb all die Mahnungen und hier die Betonung auf die Tatsache gelegt:

(9) … Am heutigen Tage bist du zum Volk des HERRN, deines Gottes, geworden.

Mit dem Moment, mit dem Tage, wo du ein Gotteskind wirst und dem Volke Gottes zugeordnet worden bist, hast du dich dem Worte des Herrn zu stellen, schweigend zu hören, um dann in die Tat umsetzen zu können, was wir durch Gottes Wort hören.

Dann kommen zwölf aufeinanderfolgende Aussprüche, die beobachtet werden müssen, wenn der Segen Gottes auf uns ruhen soll.

Das erste in Bezug auf den zweiten Teil des ersten Gebots - 5. Mose 27, Vers 15:

(15) ›Verflucht sei, wer ein geschnitztes oder gegossenes Bild, einen Gräuel für den HERRN, ein Machwerk von Künstlerhand, anfertigt und es heimlich aufstellt!‹, und das ganze Volk soll antworten: ›So sei es! ‹

Amen.

Dann geht das weiter:

(16) ›Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter missachtet!‹, und das ganze Volk soll sagen: ›So sei es!‹

(17) ›Verflucht sei, wer die Grenze seines Nächsten verrückt!‹, und das ganze Volk soll sagen: ›So sei es!‹

Es geht dann immer weiter und immer weiter.

Aber wir sind heute nicht hier, um die Dinge vorzulesen, die auf Menschen zutreffen, die Gott nicht folgen, ihm nicht glauben, nicht vertrauen, nicht dienen, sondern dazu, um uns vor Augen zu führen, wie die Gesegneten des Herrn aussehen.

Wir glauben daran, wie Paulus in Römer 16 geschrieben hat, als Abschluss in dem letzten Brief an die Gemeinde zu Rom.

Da sagt er hier in Römer 16 von Vers 25:

(25) Ihm aber, der die Kraft hat, euch im Glauben fest zu machen nach meiner Heilsverkündigung und der Predigt von Jesus Christus nach der Offenbarung des Geheimnisses, das ewige Zeiten hindurch verschwiegen geblieben,

(26) jetzt aber bekanntgegeben und auch durch prophetische Schriften nach dem Auftrage des ewigen Gottes bei allen Heidenvölkern verkündigt worden ist…

Wozu?

(26) … um Glaubensgehorsam zu wirken:

Sämtliche Offenbarungen, die Gott uns schon gegeben hat und vielleicht noch einiges geben wird - was wir jetzt noch nicht sehen, werden wir vielleicht noch sehen - dienen nicht dazu, um unser Wissen zu bereichern, sondern um Glaubensgehorsam zu wirken unter all denen, die mit der Predigt des Evangeliums in Berührung kommen.

Wir leben in einer Zeit, in der viele vieles wissen möchten und meinen, je mehr sie wissen, umso besser sei es.

Wissen bläht auf, die Liebe erbaut. [1Kor 8:1]

Seliges Wissen, Jesus ist mein.

Seliges Wissen, in seinen Fußtapfen zu wandern und wandeln und zu glauben, wie die Schrift gesagt hat.

Lasst mich jetzt das Segensregister vorlesen in der Hoffnung und im Glauben, dass es auf uns zutrifft und wir von Gott so eingereiht und eingestuft werden können, wie es hier in 5. Mose 28, von Vers 1 bis 14 geschrieben steht.

Nehmen wir es zu Herzen und gehören wir zu denjenigen, die nicht nur unter vielen sitzen, sondern als Einzelne dem Herrn begegnen, ihn berühren, von ihm angesprochen, von ihm gesegnet werden, als solche, die er aus der Masse herausrufen kann und zu uns reden kann, als solche, denen er sich offenbart.

Ich lese aus 5. Mose 28, von Vers 1:

(1) »Wenn du aber den Weisungen des HERRN, deines Gottes, gewissenhaft nachkommst, indem du auf die Beobachtung aller seiner Gebote, die ich dir heute zur Pflicht mache, bedacht bist, so wird der HERR, dein Gott, dich über alle Völker der Erde erhöhen,

Damit beginnt es. Wenn du tun wirst, bedacht sein wirst, nach all den Geboten, die der Herr gegeben hat, zu tun:

(1) …, so wird der HERR, dein Gott, dich über alle Völker der Erde erhöhen,

(2) und alle die folgenden Segnungen werden dir zuteil werden und bei dir eintreffen…

Sie werden uns zuteil, sie treffen ein, sie treffen zu, sie werden offenbar, dass Gott mit uns ist und uns gesegnet hat. 

Das Wort ‘Segen’ ist nicht ein dehnbarer Begriff, die im Raum steht. Segen wird durch das offenbar, was Gott gemäß seinem Worte an uns tun kann. Und zu Abraham sagte er: "Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein." [1Mo 12:2]

(2) und alle die folgenden Segnungen werden dir zuteil werden und bei dir eintreffen…

Rechnen wir doch damit als Kinder Gottes, dass wir die Gesegneten des Herrn sind und dass er einlösen wird, was er zugesagt und versprochen hat.

(2) … wenn du den Weisungen des HERRN, deines Gottes, nachkommst:

Jetzt folgt eine Auflistung all dieser herrlichen Segnungen:

(3) Gesegnet wirst du sein in der Stadt und gesegnet auf dem Felde.

Das Volk Gottes ist überall gesegnet, ob in der Stadt, ob auf dem Lande. Wo immer wir sein mögen, wen Gott segnet, ist gesegnet.

Denkt an die Zeit, als Balak das Volk Israel verfluchen lassen wollte; und er ließ Bileam kommen. [4Mo 22:6] Und Bileam schickte sich an zu fluchen; und siehe da, er musste bekennen, dass er nicht fluchen kann, was Gott gesegnet hat, und musste zugeben: „An Israel haftet kein Fluch.“

Warum? Weil es von Gott gesegnet ist.

Leute mögen aussprechen, was sie wollen: Die vom Herrn Erlösten, die vom Herrn Gesegneten bleiben erlöst und bleiben gesegnet im Namen des Herrn.

(3) Gesegnet wirst du sein in der Stadt und gesegnet auf dem Felde.

(4) Gesegnet wird die Frucht deines Mutterleibes sein und die Frucht deines Ackers und die Frucht deines Viehs, der Wurf deiner Rinder und der Nach-wuchs deines Kleinviehs.

Alles wird gesegnet.

Auf dem ganzen Hof, im Stall, in der Scheune, auf dem Felde: Gesegnet wirst du sein als ein vom Herrn gesegnetes Volk.

Es geht weiter in Vers 5:

(5) Gesegnet wird dein Fruchtkorb und dein Backtrog sein.

Stellt euch vor, Gott hat an alles gedacht. Auch an das irdische Wohlergehen hat er gedacht.

(5) Gesegnet wird dein Fruchtkorb und dein Backtrog sein.

Ich denke da an die Witwe im Alten Testament, als der Prophet zu ihr kam und sagte [1Kö 17:11]: "Bereite mir etwas zu essen."

Und sie sprach [1Kö 17:12]: "Ich habe nichts mehr als nur noch eine Mahlzeit für mich und meinen Sohn, und dann sterben wir."

Und dann sterben wir.

Und der Prophet spricht [1Kö 17:13]: "Gib mir zuerst."

War eine harte Sache.

Aber was geschah? Das Mehl im Topf wurde nicht alle und das Öl im Krug auch nicht. [1Kö 17:14]

Gott segnet die Seinen auch im Irdischen; und es wird ihnen nicht mangeln. Sie werden nicht zu betteln haben, sondern weitergeben können und schenken.

(5) Gesegnet wird dein Fruchtkorb und dein Backtrog sein. [5Mo 28:5]

Schwestern, ist das nicht etwas Herrliches?

Von Gott gesegnet zu sein, wenn ihr das Brot backen wollt, und es knetet im Backtrog, sich dessen bewusst zu sein: Gott segnet, Gott segnet.

Ihr auf dem Felde seid euch bewusst: Gott segnet.

In der Stadt zu leben und zu wissen: Gott segnet.

Auf dem Lande zu leben und zu wissen: Gott segnet.

Gott kann nicht anders als segnen.

(5) Gesegnet wird dein Fruchtkorb und dein Backtrog sein.

(6) Gesegnet wirst du bei deinem Eingang sein und gesegnet bei deinem Ausgang.

Immer gesegnet, ob wir gehen oder ob wir kommen.

Wir gehen als die Gesegneten des Herrn; und wir kommen zurück als die von Gott Gesegneten.

Es kann nicht anders sein.

Gott hat ein Volk auf Erden.

Und bitte, lasst es uns begreifen: Der Fluch ist von uns genommen worden am Kreuz auf Golgatha, damit der Segen Gottes über uns kommen konnte in vollem Maße. Und ich verspreche euch, wenn Gott uns in Christus gesegnet hat, dann sind wir gesegnet ewiglich. Es kann nicht anders sein.

„Wie sollte Gott mit ihm uns nicht auch alles schenken?” [Röm 8:32]

Wir dürfen im Glauben bekennen, dass die Erlösten als Volk Gottes die Gesegneten des Herrn sind, wo immer sie sich befinden mögen.

In Vers 7 wird uns gesagt, was noch geschehen wird [5Mo 28:7]:

(7) Der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, niedergeworfen …

Habe ich richtig gelesen?

(7) Der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, niedergeworfen vor dir erliegen lassen…

Nicht du und ich brauchen es zu tun, der Herr wird vor uns hergehen, für uns streiten nach dem Wort der Schrift [2Mo 14:14]: "Verhaltet euch nur ruhig, ich werde für euch streiten."

Wie oft haben wir es schon gelesen: Wenn das Volk Gottes dem Herrn vertraute und die Sache nicht in die eigenen Hände nahm, sondern es Gott überließ…

Wir denken sogar an David, als das Volk Gottes geschmäht und verachtet wurde und der Goliath ihm entgegentrat, er als ein Jüngling, der seinen Brüdern Essen bringen wollte, die im Heere waren; und alle Knie schlotterten. Es kam ein Hirte, aber er kam mit dem Herrn und der Herr mit ihm.

Und er konnte es nicht ertragen, dass der unbeschnittene Philister das Volk Gottes so verhöhnt. [1Sam 17:26] Und als er das sah, schaute er hin und fragte sich:

Ja, wer ist denn dieser unbeschnittene Philister? Mit welchem Recht lästert er die Kampfreihen des Heeres des allmächtigen Gottes?“

Und er wusste: Hier muss etwas passieren, so geht das nicht weiter.

Er war innerlich ergriffen.

Wozu? Weshalb? Er stand auf der Seite Gottes.

Und dann sprach er: “Ich werde die Sache mit Gottes Hilfe tun.”

Er kam im Namen des Herrn.

Ich habe es hier schon einmal gesagt: Wer mit der Schleuder je umgegangen ist wie ich - ich bin sehr viel in meinen jungen Jahren - ich wohnte auf dem Lande. Ich weiß nicht, an wie vielen Telefonmasten ich oben die Glocken abgeschossen habe. Ich war kein guter Junge, das muss ich dazu sagen, ich habe sehr viel angestellt - je mehr je besser.

Aber wer mit der Schleuder jemals umging, der weiß, wie mühevoll das ist, das Ziel richtig zu treffen. Es bedarf sehr viel Übung. Man muss wissen, wann man die Schlaufe behält und den Knoten fahren lässt.

Und David machte sich keine Sorgen. Er nahm fünf Steine mit und die eine Schleuder; aber der erste war schon ein Volltreffer. Ich bin Gott so dankbar, dass er nicht vier verschossen hat und dann irgendwann getroffen, sondern der erste Schuss saß. Und der Mann kippte aus den Schuhen, und der Sieg Gottes war gegeben.

Ganz gleich, in welche Richtung er den Stein losgelassen hätte, Gott hätte ihn genommen und dirigiert, wohin er gehört. Solch ein Vertrauen hatte dieser Mann zum Herrn.

Ich glaube nicht, dass er nervös war und gedacht hat: Jetzt mal schön zielen und dann treffen. Er wusste eins: Im Namen des Herrn geht nichts schief.

Gar nichts kann im Namen des Herrn schiefgehen, wenn wir auf der Seite Gottes stehen und dem Herrn vertrauen und wissen: Das ist der Platz, auf den Gott mich hingestellt hat, das ist jetzt meine Aufgabe in dieser Situation; dazu stehe ich hier, um zu tun, im Namen des Herrn, was jetzt getan werden muss. Er wusste es, dass Gott ihn dazu bestimmt hat; und es geschah.

Lasst mich weiterlesen, ich fange nochmal an von Vers 7:

(7) Der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, niedergewor-fen vor dir erliegen lassen; auf einem einzigen Wege werden sie gegen dich zu Felde ziehen, aber auf sieben Wegen vor dir fliehen.

Ihr wisst, wenn ein Heer angreift, gut, sie kommen mit großer Macht. Und wenn sie geschlagen sind, wenn ein Heer geschlagen ist, dann sind sie geschlagen in jeder Weise. Nicht nur geschlagen, auch niedergeschlagen – und jeder versucht dann noch irgendwie davonzukommen. Auf einem Wege werden sie kommen, zersprengt, besiegt, auf sieben Wegen, geschlagen, zurückgehen, wer übrig geblieben ist in dem Kampf.

Es geht noch weiter in Vers 8:

(8) Der HERR wird bei dir den Segen walten lassen…

Habt ihr mitgelesen?

(8) Der HERR wird bei dir den Segen walten lassen…

O Gott, lass deinen Segen über uns walten! – In der Stadt, auf dem Lande, Fruchtkorb, Backtrog, wo immer es sein mag, Herr, lass deinen Segen über uns walten.

So steht es hier geschrieben [5Mo 28:8]:

(8) Der HERR wird bei dir den Segen walten lassen in deinen Speichern und bei allen deinen Unternehmungen und dich in dem Lande segnen, das der HERR, dein Gott, dir geben wird.

Es ist einfach wunderbar, dass der Herr für alles gesorgt hat und wir ihm nur noch vertrauen und gehorsam folgen dürfen, damit sein Segen auch offenbar werden kann.

Der Segen ist verbunden mit dem Glauben, ja mit dem Glaubensgehorsam, zu tun, was Gott geboten hat.

(8) Der HERR wird bei dir den Segen walten lassen …

Ich wünsche es mir, ich wünsche es uns allen, dass der Herr, der allmächtige Gott, seinen Segen über uns walten lässt.

Es gibt eine Stelle, wohl im 4. Mose, wahrscheinlich 4. Kapitel, wo der Herr den Knechten Gottes geboten hat, wie sie den Segen auf das Volk Israel legen sollen.

4. Mose, Kapitel 6, von Vers 22:

(22) Der HERR gebot alsdann dem Mose Folgendes:

(23) »Gib Aaron und seinen Söhnen folgende Weisung: Mit diesen Worten sollt ihr den Segen über die Israeliten aussprechen:

(24) ›Der HERR segne dich und behüte dich!

(25) Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig!

(26) Der HERR erhebe sein Angesicht zu dir hin und gewähre dir Frieden!‹

(27) Wenn sie so meinen Namen auf die Israeliten legen, will ich sie segnen.«

Ist das nicht ein herrliches Wort?

Wir segnen im Namen des Herrn.

Wir segnen, weil Gott gesegnet hat. Das heißt, wir können gar nicht segnen, wir können nur den Segenswunsch aussprechen. Gott ist es, der segnet in Ewigkeit. Und wen er gesegnet hat, der bleibt gesegnet.

Aber so wie es hier geschrieben steht:

(23) … Mit diesen Worten sollt ihr den Segen über die Israeliten aussprechen:

Das muss immer im Namen des Herrn geschehen.

Gott ist nicht verborgen unter vielen Titeln. Gott offenbart sich in seinem Namen.

Im Alten Testament in dem Bundesnamen Jahwe, als der ewig Seiende, im Neuen Testament in dem Namen Jesus, Jahwe - Retter.

Er hat einen Namen.

„Du sollst seinen Namen Jesus heißen, denn er wird sein Volk von ihren Sünden selig machen.“ [Mt 1:21]

Alles, was wir tun in Worten oder in Werken, das tun wir im Namen des Herrn Jesus Christus. [Kol 3:17]

Weiter lesen wir hier in Vers 9: [5Mo 28:9]

(9) Der HERR wird dich zu einem ihm geheiligten Volke erheben…

- nicht nur erlösten:

(9) … geheiligten Volke erheben, wie er dir zugeschworen hat, wenn du die Gebote des HERRN, deines Gottes, beobachtest und auf seinen Wegen wandelst;

(10) da werden denn alle Völker der Erde sehen, dass du mit Recht das Volk des HERRN genannt wirst, und werden sich vor dir fürchten.

Auch dieses Wort geht mir zu Herzen.

Das Volk Israel sollte so gesegnet sein, dass alle Welt, dass alle Völker erkennen, dass diese Menschen die von Gott Gesegneten sind.

Ich lese es noch einmal:

(9) Der HERR wird dich zu einem ihm geheiligten Volke erheben, wie er dir zugeschworen hat, wenn du die Gebote des HERRN, deines Gottes, beob-achtest und auf seinen Wegen wandelst;

(10) da werden denn alle Völker der Erde sehen, dass du mit Recht das Volk des HERRN genannt wirst…

Ihr Lieben, dahin muss es kommen mit der neutestamentlichen Gemeinde, dass sie am Ende gesegnet wird, wie sie am Anfang gesegnet wurde, dass der Segen Gottes in mächtiger Weise durch übernatürliches Wirken des Geistes an denen offenbar wird, die unter den Schall des Wortes kommen - dass es an ihnen offenbar wird, dass Gottes Volk gesegnet ist und nicht nur von Segen spricht.

(10) da werden denn alle Völker der Erde sehen, dass du mit Recht das Volk des HERRN genannt wirst…

Möge es so werden mit uns, mit dem gesamten Volk des Herrn, mit der Gemeinde des lebendigen Gottes, dass wir mit Recht ‘Gemeinde des Herrn’ genannt werden, weil der Segen des Herrn in uns und durch uns offenbar werden kann.

Wer möchte gemäß der heiligen Schrift von Gott gesegnet werden?

Wer möchte zu dem Volke Gottes gehören, das gesegnet ist?

Ich glaube, das ist unser aller Verlangen, nicht nur erlöst zu sein, sondern dem Herrn geweiht, geheiligt, seinen wirklichen Segen in der Vielfalt geoffenbart zu sehen in unserer Mitte, in unserem Leben.

In Vers 11 steht dann:

(11) Und der HERR wird dich durch die Frucht deines Mutterleibes und durch die Frucht deines Viehs …

- und so weiter und so weiter segnen, und dann:

(11) … das der HERR, wie er deinen Vätern zugeschworen hat, dir geben wird.

(12) Der HERR wird dir seine reiche Schatzkammer, den Himmel, auftun, um deinem Lande zu rechter Zeit den Regen zu spenden und alle Arbeiten deiner Hand zu segnen, so dass du vielen Völkern wirst leihen können, ohne selbst etwas entlehnen zu müssen.

So wollte Gott segnen, so hat er gesegnet.

Alles gelang denen, die dem Herrn vertrauten.

Man sagt heute noch dem jüdischen Volke nach, dass sie die besten Geschäftsleute sind, alles gelingt ihnen bis zum heutigen Tage. Gott hat gesegnet; und wer ein bisschen Bescheid weiß, ein wenig nachgelesen hat, der weiß, wer die Finanzgeschäfte der ganzen Welt macht. Gott hat gesegnet, und dabei bleibt es für immer.

In Vers 13 steht:

(13) So wird der HERR dich zum Haupt und nicht zum Schwanz machen, und es wird mit dir immer nur aufwärts gehen und nicht abwärts, wenn du den Geboten des HERRN, deines Gottes, deren genaue Beobachtung ich dir heute zur Pflicht mache, gehorsam bleibst

Es gibt doch für all diese Verheißungen des Segens keine Worte.

Und alles, was hier geschrieben steht, soll in uns und durch uns wahr werden.

Es soll sichtbar werden, dass Gott ein Volk auf Erden hat, eine Gemeinde, eine bluterkaufte Schar, die mit jedem Segen Gottes geistlicher Art, den es in der Himmelswelt gibt, gesegnet worden ist, denn so steht es geschrieben. [Eph 1:3]

Alles, was der Herr wünscht, ist gehorsam glauben, ihm zu folgen und zu dienen.

Und er sagt hier [5Mo 28:13]: damit du zum Haupt und nicht zum Schwanz wirst.

Nicht jemand, der als Letzter kommt, sondern als Erstes, allen vorangehen, weil Gott gesegnet hat.

Ihr Lieben, der Herr hat ein Volk auf Erden, von dem der Fluch genommen wurde, ein Volk, das er gesegnet hat. Und wenn er es getan hat, kann es niemand ändern. Wir sollen unser Vertrauen und dürfen unser Vertrauen ganz auf ihn setzen, in dem Wissen: Er wird es wohlmachen zur Ehre und zum Preise seines heiligen Namens.

Dann steht in Vers 14 abschließend:

(14) und von allen Weisungen, die ich euch heute gebiete, weder nach rechts noch nach links abweichst, indem du anderen Göttern nachgehst, um ihnen zu dienen.«

Gott hat ein Volk, das nicht anderen Göttern dient, ein Volk, das nicht aus einem Gott mehrere macht, sondern an den einen wahren Gott glaubt, der sich uns in Jesus Christus persönlich geoffenbart hat.

Wie wir es oft genug gesagt haben: Es gibt in der Tat nur eine Offenbarung Gottes, eine persönliche Offenbarung Gottes - und die geschah in Jesus Christus, unserem Herrn.

Und wer das Erlebnis mit ihm als dem Auferstandenen hat, der wird ausrufen, wie Thomas ausgerufen hat [Joh 20:28]: „Mein Herr und mein Gott.”

Petrus sagte noch [Mt 16:16]: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.”

Die Antwort war [Mt 16:17]: „Fleisch und Blut hat dir dies nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der im Himmel ist.”

Aber nach der Auferstehung sprach unser Herr [Mt 28:18]: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.”

Wie eben schon gesagt, Thomas rief aus, als er den Auferstandenen sah: „Mein Herr und mein Gott.”

Unser Herr ist Sohn Gottes, ist Menschensohn, ist Davids Sohn, ist Mittler, Fürsprecher, König, Priester, Prophet. Er ist vieles, er muss vieles sein.

Aber wenn wir den Weg bis zu Ende gehen, dann sehen wir ihn als den Herrn, als Gott, als den, der sich uns geoffenbart hat.

Darüber brauchen wir nicht mehr viel zu sagen, es ist eine Offenbarung, die nur diejenigen bekommen, die wirklich zum Herrn kommen und denen er sich offenbaren kann.

Es sind viele Worte der Schrift, die noch gelesen werden könnten.

Ich möchte zum Schluss kommen, vielleicht hat Bruder Russ noch einige Gedanken, die er an uns richten möchte.

Lasst uns heute im Glauben erfassen, dass Gott eine gesegnete Gemeinde auf Erden hat, eine erlöste, ihm geweihte, ihm geheiligte, gesegnete Gemeinde, die er gebrauchen, die er als Sprachrohr gebrauchen möchte, als wirkliche Offenbarungsstätte seines Segens hier auf Erden.

Nicht die anderen Völker, sondern das Volk Gottes sollte auf sichtbare, spürbare Weise von Gott gesegnet sein. Auf dem Felde, im Hause, im Irdischen, im Geistlichen: Gott ist ein segnender Gott.

Ich glaube, dass er auch uns gesegnet hat, unsere Wege gebahnt, unsere Herzen aufgetan, dass wir aufnehmen konnten, was er uns zu geben hatte.

Wir dürfen auch heute zu unserem Herrn, zu unserem Fürsprecher hinzutreten, zu dem Gnadenthron, um neu von ihm gesegnet zu werden.

Nehmt es bitte an und auf, dass wir aus Gnaden zu der Gemeinde des lebendigen Gottes gehören dürfen.

Wie wir betrachtet haben: Gott sprach zu Israel, dass sie schweigen sollten.

„Bedenke (Beachte) Schweigen.”

Zwei Worte: nicht reden - schweigen. Wenn Gott redet, dann brauchen wir nicht dazwischen zu reden. Dann lassen wir ihn reden und öffnen unsere Herzen, damit das, was er sagt, in uns hineindringt und in unserem Herzen zu einer wirklichen Offenbarung werden kann.

Möge Glaubensgehorsam gewirkt werden durch die Predigt des Wortes, durch die Verkündigung des herrlichen Evangeliums unseres geliebten Herrn und Erlösers, Jesus Christus.

Nehmt es zu Herzen: Der Fluch ist von uns genommen, der Segen Gottes ist durch Christus auf uns alle gekommen.

Vielleicht doch noch das eine Wort aus dem Galater-Brief, an das ich eben noch erinnert wäre, denn da steht es nun tatsächlich schwarz auf weiß von dem Segen, den wir durch Christus empfangen sollten.

Galater Kapitel 3 von Vers 8:

(8) Weil aber die Schrift voraussah, dass Gott die Völker um des Glaubens willen rechtfertigt, hat sie dem Abraham die Heilsverheißung im Voraus verkündigt: »In dir sollen alle Völker gesegnet werden.«

(9) Somit empfangen die, welche aus dem Glauben sind, den Segen zugleich mit dem gläubigen Abraham.

Ihr könnt ja weiterlesen, ich habe gesagt, dass ich schließen möchte.

Es ist noch ein weiteres Wort im gleichen Kapitel, Galater 3 - ja, man könnte alles lesen. Es handelt hier von dem Segen Gottes in Christus. Und zwar Vers 22, Galater 3, Vers 22:

(22) Nun aber hat die Schrift alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung den Gläubigen aufgrund des Glaubens an Jesus Christus zuteil würde.

Und dann gibt es sicherlich noch ein Wort, wo von dem Segen gesprochen wird.

Vielleicht Vers 15 und 16, ihr könnt es ja alle nachlesen.

In Christus hat Gott uns gesegnet.

Nehmt es an, glaubt es, und wir werden es erleben und bezeugen.

Und andere werden es auch tun müssen, weil sie sehen werden, dass Gott uns gesegnet hat mit jedem Segen, den es in der Himmelswelt gibt, in Jesus Christus, unserem Herrn.

Gelobt und gepriesen sei sein wunderbarer und heiliger Name.

Amen.