Slobonda Narodna Misija

Isukrst juče je i danas onaj isti i u vijek.

Jezik

Druge zemlje

Vision 7000 / Ewald Frank

9. Selbstgemachte Traditionen




Jeder Mensch wird in eine bestimmte Weltanschauung hineingeboren, und die meisten bleiben bis zu ihrem Lebensende darin, ohne sich darüber Gedanken zu machen, geschweige sich von der Richtigkeit bzw. der Unrichtigkeit überzeugt zu haben. Es gehört zum guten Ton, der vererbten Tradition treu zu bleiben. Auch viele von denen, die ihren religiösen Pflichten nachkommen, wollen im Grunde genommen mit Gott in Ruhe gelassen werden. Die Ursache für diese Einstellung und Entwicklung liegt nicht zuletzt in der Religion selbst. Der Eindruck ist entstanden, daß durch Amtsträger alles für alle erledigt wird. Von der Geburt bis zum Tod werden die Menschen mit frommen Ritualen und Zeremonien versehen, ohne jemals die seligmachende Heilsbotschaft zu hören, das Heil persönlich zu erleben und den inneren Frieden zu finden.

Die großen christlichen Konfessionen mit ihrer organisierten Struktur bilden darin keine Ausnahme. Sie müssen sich auf den Prüfstand stellen lassen. Die bloße Berufung auf Christus, die Apostel oder die Bibel nützt keinem. Kirchen und Freikirchen bis hin zu den kleinsten Glaubensgemeinschaften verwenden Bibelstellen, die für das eigene Konzept passend gemacht werden. Das Ganze wird dann «Einheit in der Vielfalt» genannt. Eigentlich hat das heutige traditionelle Christentum bei genauer Betrachtung mit der Urgemeinde so gut wie nichts gemeinsam. Auch die römisch-katholische Kirche geht nicht, wie allgemein angenommen wird, auf Christus oder Petrus zurück, sondern hat sich erst seit Konstantin nach dem Konzil 325 n. Chr. im «Imperium Romanum» zur hierarchischen Organisation und Reichskirche herausgebildet. Im Jahr 380 setzten die römischen Kaiser Theodosius und Gratian der allgemeinen Religionsfreiheit ein Ende. Ein Jahr später wurde das orthodoxe Christentum zur Staatsreligion erklärt. Vollendet wurde dieser Prozeß durch Kaiser Justinian (527-565), der die Priester zu Staatsbeamten machte.

Die gleiche Bibel wird heute hundertfach verschieden gedeutet. An die Stelle des göttlichen Offenbarungswortes sind immer wieder neue menschliche Lehren, Auslegungen, Satzungen und Dogmen gesetzt worden, die aber alle keine biblisch fundierte Grundlage haben. Ist es nicht so, daß alle ihr eigenes religiöses Reich unter dem Vorwand, es sei das Reich Gottes, aufgerichtet haben? Trotz allem bleibt es dabei, daß Christus Seine eigene Gemeinde inmitten der Kirchenwelt baut und vollenden wird. Gott hat einen Plan mit der Menschheit, den Er zur Ausführung bringt. Um denselben zu verstehen, müssen wir uns von allen überlieferten Ansichten lösen und zu dem ursprünglichen Ausgangspunkt, nämlich zum Worte Gottes, zurückkehren. Gott fordert von keinem Menschen einen blinden Nacht- und Nebelglauben. Der echte Glaube hat zwei gesunde geistliche Augen und zwei stabile geistliche Füße. Er steht auf dem untrüglichen Fundament des Alten und des Neuen Testaments und sieht darin den Ratschluß Gottes mit der Menschheit vom Anfang bis ans Ende.

Auch wenn die überwältigende Mehrzahl der Suchenden sich mit der feierlichen Atmosphäre in den unterhaltsamen versammlungen zufrieden gibt und die meisten mehr oder weniger in den überlieferten Lehren und Traditionen verbleiben, werden die wirklich Aufrichtigen jedoch die Schrift zu Rate ziehen und allein danach handeln. Ihnen wird Gott es gelingen lassen, in den Stand der Urgemeinde vorzudringen. Wer wirklich sucht, wird finden, wer anklopft, dem wird aufgetan, und wer ausharrt bis ans Ende, wird selig werden.

Die wahrhaft biblisch Gläubigen streben danach, in allem mit der Heiligen Schrift übereinzustimmen. Für sie gelten die apostolischen Lehren über Gottheit, Taufe, Abendmahl usw. und die urchristliche Praxis, wie sie am Anfang waren, bis ans Ende. Alle zur Gemeinde des Herrn Gehörenden werden auf dieser biblischen Grundlage das abschließende Wirken Gottes und ihre Vollendung auf den Tag Jesu Christi, der nahe bevorsteht, erleben (Phil. 1, 6). Wer durch ein persönliches Gotterleben ewiges Leben empfangen hat, wird ewig leben.

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